Malediven – das etwas andere Surfer Paradies

Die Suche nach der perfekten Welle. Wie oft wurde ich belächelt, auf den Malediven hat es keine Wellen, deshalb ist es ja perfekt zum Schnorcheln. Surfen auf den Malediven? Viel Glück!
Naja, Glück braucht man nicht viel, nur die richtige Saison und man kriegt Wellen, die normalerweise in den Tagträumen vorkommen. Perfekte, wunderschöne Wellen brechen dem Nord-Male Atoll entlang. Die traumhaften Inseln sind nicht das Einzige, was die Malediven zum Paradies macht, die Surfspots entlang der kleinen Inseln lassen einen das Herz höher schlagen.

Himmafushi oder bekannt als Insel vor Jails
Himmafushi ist eine Insel nur mit lokaler Bevölkerung, eine gute Stunde mit dem traditionellen Dhoni von Male entfernt. Es hat ein paar wenige (leider werden es immer mehr) einfache Surfhäuser auf der Insel, welche für Touristen bestimmt sind. Das heisst Himmafushi ist ein Ort ohne Massentourismus und Resortathmosphäre, die Insel ist Malediven pur ohne Schnick-Schnack. Rund um den Hafen befindet sich der zentrale Platz wo gespielt wird, gesessen und diskutiert, gegessen oder einfach nur gechillt und beobachtet. Man hat innert 20 Minuten die gesamte Insel umwandert. Himmafushi ist wie beinahe alle Inseln mit einem wunderschönen Strand gesegnet (nur auf einer Seite), dieser wird aber leider als Entsorgungsstelle benutzt. Diese Insel ist wirklich nur für Surfer, die den ganzen Tag die perfekte Welle suchen. Zum Baden ist die Insel nicht sehr geeignet, da auf einer Seite der Hafen ist, auf der anderen der Surfspot und auf den restlichen Flecken Riff und Fauna den Badegang erschweren. Mittlerweile (ich war schon fünf Mal da) haben die Jungen das Ruder übernommen und den Strand mit Bars und Aufräumaktionen verschönert. Der Name der Welle “Jailsbreak” kommt vom alten Gefängnis auf der Insel, welches aber mittlerweile ein Drogenrehabilitations Center ist für Einheimische.

Die Surfspots

Jailsbreak
Der Surfspot gehört zu einem der bekanntesten auf dem ganzen Archipel. Die Wellen sind konsistent und können bei richtigen Bedingungen riesig werden. Perfekte Barrels, glasige, wunderschön brechende Wellen machen jeden Surfer süchtig. Man kann zu Fuss von der Insel zum Spot waten (Riffschuhe sind zu empfehlen!) oder mit dem Dhoni ausserhalb des Lineup’s reinspringen. Die Wellen sind nicht Gezeitenabhängig sondern von früh morgens bis abends surfbar. Mittlerweile hat es sich rumgesprochen und die Surfari Boote stehen Schlange im Kanal zwischen den Inseln. Es kann gut sein, dass an einem Tag 40 Leute im Line Up sind. Man kann aber auch Glück haben und man ist alleine oder mit dem einen oder anderen Local.

Thumburudhoo – Sultan’s & Honkey’s
Sultan’s
, eine kleine, unbewohnte Insel direkt neben Himmafushi hat sogar 2 perfekte Wellen. Die rechtsbrechende Welle Sultan’s ist kräftig mit einer riesen Power. Perfekte Barrels brechen hier bei richtigen Konditionen. Sultan’s ist häufig der Austragungsort von lokalen Surfcontests. Bei voller Power wird man gerne in der Inside gefangen, dort wird das Wasser ziemlich seicht und man steht lieber nicht ab. Ansonsten macht Sultan’s ziemlich Spass, nebenbei ist es einer der besten Plätze in der Nähe zum Schnorcheln. Man trifft Delfine, Schildkröten und Tausende von Fischen.

Honkey’s, die linke der beiden Wellen braucht eine spezielle Strömung damit sie läuft. Aber wenn sie einmal läuft, dann kann man den ganzen Tag perfekte Lefts beobachten. Headhigh oder noch grösser brechen die wunderschönen Wellen entlang der Insel. 30-sekündige Rides sind keine Seltenheit.

Ninja’s

Die kleine Longboard Welle Ninja’s bricht direkt vor dem Resort. Die softe rechtsbrechende Welle ist Spass pur. Wenn es etwas grösser wird kann man auch hier das eine oder andere Barrel reiten. Anonsten braucht es eine starke Strömung damit es grösser als Kniehoch wird. Ich habe die Welle einmal erlebt als sie 5-7 Fuss gross war, perfekte, wunderschöne Wellen sind da in regelmässigen Sets reingekommen. Es hat hier immer wieder mal Japaner, daher auch der Name.

Coke’s – Thulusdhoo

Der Name ist Programm – auf der Insel steht die lokale Coca Cola Produktion. Die Insel ist wie Himmafushi eine local Island, d.h. ohne Resort, bewohnt von Einheimischen. Einige kleine Gasthäuser und Surfcamps werden auf der Insel angeboten, direkt am Surfstrand. Die Insel ist sehr spannend zum Entdecken, es gibt ein Schiffswrack am anderen Ende der Insel, eine Sanddüne, dort wo die Insel vergrössert wird und selbstverständlich traumhafte Buchten. Die Welle ist mörderisch. Coke’s kann eine perfekte Barrelwelle sein aber hochgefährlich wenn sie ein wenig grösser wird. Das Wasser über dem Riff ist sehr niedrig, das heisst wenn man beim steilen Drop einen Fehler macht dann geht man meistens das Riff küssen. Dort haben sich bereits einige starke Verletzungen zugezogen. Ich persönlich hatte sie nur am ersten Tag gesurft, als sie relativ klein war und ich sie nur vom Boot aus und nicht vom Land aus gesehen habe. Es kann definitiv täuschen. Daher geniesse ich jeweils den Tag surffrei und geh mit Delfinen schwimmen oder auf die Insel entdecken.

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